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Jungheinrich PROFISHOP

Streugutauswahl

Schneeräumen zählt zur Verkehrssicherungspflicht, die allen Hauseigentümern sowie auch Betriebsinhabern, Unternehmen und Kommunen obliegt. Verschiedene Arten von Streugut können zur Sicherung von Wegen bei Eis und Schnee eingesetzt werden.

Allgemeine Informationen zur Räum- und Streupflicht

Eis und Schnee erhöhen das Risiko von Unfällen und Stürzen auf Laufwegen. Daher ist die Räum- und Streupflicht gesetzlich vorgeschrieben. Sie gilt nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmer und Betriebsinhaber, um Gefahrenquellen im Winter entsprechend zu sichern.

Die Verkehrssicherungspflicht stellt an Unternehmer sogar höhere Anforderungen als an private Grundstückseigentümer. Während für gewöhnlich eine Räum- und Streupflicht zwischen 7.00 Uhr und 20.00 Uhr vorgesehen ist, ist dies bei Betrieben meist nicht ausreichend. Fängt eine Schicht etwa bereits um 06.00 Uhr morgens an, so muss der Arbeitgeber bereits eine Stunde vor Arbeitsbeginn seiner Mitarbeiter dafür sorgen, dass das Betriebsgelände geräumt und gestreut ist. Dazu zählen auch Zufahrten und Parkplätze, da bei entsprechend frühem Arbeitsbeginn auch Verkehr einzurechnen ist. Welche Maßnahmen jeweils erforderlich sind, hängt von den gegebenen Wetterverhältnissen und den örtlichen Gegebenheiten ab.

Verkehrssicherungspflicht von Unternehmern: Rechtliches

Grundsätzlich umfasst die Räum- und Streupflicht eines Betriebsinhabers das gesamte Betriebsgelände, sowohl Zufahrtswege als auch Gehwege und Parkplätze. Der Unternehmer muss haften, wenn er seiner Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen ist und in Folge dessen ein Arbeitnehmer stürzt und sich verletzt. Hohe Schadenersatz- und Schmerzensgeldzahlungen können die Folge sein.

Die Verkehrssicherungspflicht gilt als deliktrechtliche Verhaltenspflicht, die zur Sicherung von Gefahrenquellen dient. Schadenersatzforderungen können, wenn dieser Pflicht nicht nachgekommen wird, nach den §§ 823 ff. BGB erhoben werden. Es gilt, dass jeder, der eine Gefahrenquelle schafft, unterhält oder eine Sache beherrscht, die für Dritte zur Gefährdung werden kann, der Verkehrssicherungspflicht unterliegt. Die Gefahrenquelle muss nicht gegen alle denkbaren Schadensfälle abgesichert werden – es gilt jedoch, sämtliche Vorkehrungen zu treffen, um vor voraussehbaren Gefahren zu schützen. Das Schneeräumen fällt unter diese Verkehrssicherungspflicht.

Verkehrssicherungspflicht: Streugutauswahl

Um der Räum- und Streupflicht nachzukommen, stehen verschiedene Streumittel zur Verfügung. Diese werden auch als Winterstreu, Streugut oder Streustoff bezeichnet. Es handelt sich dabei allgemein um Substanzen, die Straßen und Wege griffiger machen, sodass die Gefahr des Ausrutschens vermindert wird. Streusalz wird eingesetzt, um Schnee und Eis aufzutauen. Der Gefrierpunkt des Wassers wird durch das Salz entsprechend herabgesetzt.

Neben Streusalz haben sich weitere Streustoffe bewährt, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen:

Streusand

Streusand kann einfach ausgestreut werden und zeigt sich in der Entsorgung unkompliziert – der Sand kann einfach zusammengefegt werden. Verwendet werden kann als Streusand ganz gewöhnlicher Sand, wie er an Sandstränden zu finden ist oder in Kiesgruben vorkommt. Allerdings ist Streusand weniger witterungsbeständig wie andere Streumittel.

Mineralische Streugranulate

Bewährt haben sich mineralische Streugranulate wie Kiese, Schottersubstrate, Splitt oder Blähton. Diese Mittel werden aufgrund ihrer Größe nicht so schnell von Neuschnee bedeckt oder in die Eisdecke eingedrückt. Damit leisten sie länger ihren Dienst als beispielsweise Streusand. Streugranulate können wieder eingesammelt werden. Sie bieten jedoch den Nachteil, dass sie oftmals hart und scharfkantig sind – ins Haus getragen, können sie Böden möglicherweise beschädigen. Es gibt jedoch heute auch mürbe Produkte, die beim Drauftreten zerdrückt werden.

Granulate aus nachwachsenden Rohstoffen

Granulate aus nachwachsenden Rohstoffen zeigen sich nicht nur abstumpfend gegen Glätte, sondern auch äußerst umweltfreundlich. Sie werden umweltfreundlich gewonnen und verursachen zudem keine Schäden an Schuhwerk, Bausubstanz, Metall, Bodenblängen, Grundwasser oder Hundepfoten, wie dies bei Streusalz und anderen Streumitteln im Winterdienst der Fall sein kann. Die organischen Granulate wie etwa Maisspindelgranulat stauben nicht nur sind schwer genug, um auch Windböen standzuhalten. Sie können von Hand ausgestreut oder mit der Streukarre verteilt werden. Das Granulat zeigt sich witterungsbeständig und abriebfest sowie kratzfrei. Nachteilig ist, dass das organische Streumittel zumeist teurer ist in der Anschaffung als andere Arten von Streugut.

Grundsätzlich sollte Streugut rechtzeitig und in den notwendigen Mengen vorgehalten werden, da es in schnee- und eisreichen Wintern schnell einmal zu Engpässen kommen kann.

Streuwagen für den Winterdienst

Nicht nur die Auswahl des Streuguts entscheidet über Effektivität und Komfort beim Winterdienst – auch der richtige Streuwagen ist entscheidend. Im Jungheinrich PROFISHOP gibt es für die Räum- und Streupflicht verschiedene Streugeräte, die das Verteilen des Streuguts so einfach wie möglich machen. Je nach Modell können die Geräte auch in anderen Jahreszeiten für Gartenarbeiten eingesetzt werden. Anhänger-Streuwagen gibt es im Shop auch für Gabelstapler sowie Streugeräte mit Gabel-Einfahrtaschen für die bequeme Stapleraufnahme.