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Jungheinrich PROFISHOP

Ergonomie von Staplern und Hubwagen

Die Ergonomie von Staplern und Hubwagen hat einen großen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Maschinenführer. Die Körper- bzw. Arbeitshaltung, die beim Auslösen von Bedien- und Lenkfunktionen erfordert wird, beeinflusst die Belastung und Ermüdung. Dabei ist zwischen verschiedenen Bedienmöglichkeiten zu unterscheiden.

Arbeitsergonomie: Komfortabel und körperschonend arbeiten

Alle Jungheinrich Geräte zeichnen sich durch Ergonomie und Arbeitserleichterung aus. Durch den Einsatz der Flurförderzeuge wird körperliche Schwerstarbeit durch Muskelkraft und physische Belastungen des Menschen deutlich reduziert. Sie werden mit intuitiven und ergonomischen Handhabungsfunktionen der Geräte beim Lagern, Transportieren, Kommissionieren und Umschlagen unterstützt. Die Arbeit wird Ihnen deutlich erleichtert und Ihre Gesundheit gefördert.

Entscheidende Schnittstellen im Arbeitssystem „Mensch/Maschine“ sind die Bedien- und Lenkelemente und der Arbeitsplatz an sich. Von diesen Schnittstellen sind Leistungsfähigkeit und Wirkungsgrad abhängig. Die ergonomische Gestaltung eines Fahrzeugs soll die Belastung des Bedieners minimieren und seinen Komfort und dadurch auch seine Motivation fördern. Damit wird gleichzeitig eine Erhöhung der Wirtschaftlichkeit erreicht. Deshalb sind die Jungheinrich Fahrzeuge auf die menschlichen Bedürfnisse abgestimmt.

Unterschieden werden Stapler und Hubwagen im Hinblick auf folgende Bedienmöglichkeiten und deren ergonomische Eigenschaften.

Arbeits- bzw. Körperhaltung im Mitgängerbetrieb

Im Mitgängerbetrieb werden Lenk- und Bedienfunktionen nebenhergehend ausgelöst, wie z.B. bei der Bedienung von

  • Hubwagen
  • Elektro-Hubwagen
  • Elektro-Staplern und
  • Hydraulik-Staplern.

Das Gehen entspricht dabei dem natürlichen Bewegungsablauf des Menschen, im Gegensatz zur stehenden Arbeitshaltung, die statische Kraft erfordert, um die Körperhaltung zu fixieren. Das Ziehen der Lasten erfordert im Mitgängerbetrieb jedoch viel Energie, wenn über längere Strecken transportiert werden soll. Deshalb sollten Flurförderzeuge ohne elektrischen Antrieb wie Hand-Stapler, Handhubwagen und Scheren-Hubwagen nur auf kurzen Transportwegen mit ebenen Fahrbahnen eingesetzt werden.

Ergonomie der Deichsel: Die ergonomischen Anforderungen an die Deichsel und den Deichselgriff sind erfüllt, wenn

  • die Deichsel in der Fahrstellung eine bequeme Armhaltung ermöglicht und
  • die Länge möglichst ausreichend Abstand bei allen Fahr- und Kommissioniermanövern zwischen Fahrzeugrahmen und Bediener gewährleistet.

Bei den herkömmlichen Palettenhubwagen von Jungheinrich ist der Deichselgriff mit den Funktionen Heben-Fahren-Senken für Links- und Rechtshänder gleichermaßen ergonomisch gestaltet. Die weiche Ummantelung sorgt für einen wohligen Griff auch in kalten Umgebungen. Ein ergonomisch gestalteter Deichselkopf der Elektro-Hubwagen und Elektro-Stapler enthält alle Bedienelemente für beste Erreichbarkeit der Funktionstaster mit Zeigefinger und Daumen und körpergerechtes Arbeiten ohne viel Umfassen. Die Vor- und Rückwärtstaster, sowie die anders geformten Taster für Heben und Senken, sollen intuitiv und mit wenig Kraftaufwand zu betätigen sein. Ein zusätzlicher Sicherheitsschalter am Deichselkopf schaltet automatisch die Fahrtrichtung um. Zudem sollte die Deichsel Stellelement für die Bremse sein und automatisch in die Bremsstellung gehen.

Viele Flurförderzeuge von Jungheinrich mit elektromotorischem Antrieb haben den sogenannten Schleichfahrttaster, der das Rangieren auf engem Raum und mit angelegter Deichsel erleichtert. Steht die Deichsel im oberen Bremsbereich, kann durch Betätigen des Schleichfahrttasters die Bremsfunktion überbrückt, und das Gerät mit verminderter Geschwindigkeit bewegt werden.

Arbeits- bzw. Körperhaltung im stehenden Mitfahrerbetrieb

Beim stehenden Mitfahrerbetrieb wird der Bediener auf einer Stand-Plattform, wie sie beispielsweise der Elektro-Hubwagen Jungheinrich ® ERE 120 und der Elektro-Stapler Jungheinrich ® ERC 212 besitzen, mitgenommen. Dadurch wird Energie gespart und die Ermüdungserscheinungen verringert. Der Bediener kann über einen längeren Zeitraum motiviert und leistungsbezogen die Waren wirtschaftlich transportieren. Durch das so genannte „ShockProtect“ wird die Stand-Plattform von allen Stößen abgekoppelt, was zur Entlastung der Wirbelsäule führt.

Ergonomie der klappbaren Stand-Plattform: Die klappbare Fahrerstand-Plattform ermöglicht den Wechsel zwischen Mitgänger- und Mitfahrerbetrieb. Um auf der Plattform mitfahren zu können, muss diese ausreichend groß dimensioniert sein, damit die Füße des Bedieners in der Kontur der Standplattform bleiben. Für den sicheren Stand ist ein rutschfester Gummibelag notwendig. Zudem benötigt der Elektro-Hubwagen bzw. Elektro-Stapler mit klappbarer Plattform zusätzlich klappbaren Flanken-Seitenschutz, der den Bediener bei zügiger Kurvenfahrt auf der Plattform hält. Eine stufenlose und ruckfreie Impulssteuerung erhöht dabei die Sicherheit im Mitfahrerbetrieb.

Ergonomie der festen Stand-Plattform (Typ ERE 120): Die feste Fahrerstand-Plattform wird häufig bei Horizontal-Kommissionierern eingesetzt, und die Bedien- und Lenkfunktionen beschränken sich dabei auf den Weg zwischen Entnahmestelle und Abgabestelle der Ladung. Der Fahrerstand muss dabei so groß dimensioniert sein, dass er den Bewegungsfreiraum für diese Tätigkeit nicht einschränkt. Das Betreten der Plattform muss von beiden Seiten des Fahrzeugs bequem möglich sein. Zusätzlich zum rutschfesten Gummibelag sollten Gummipuffer den festen Stand des Fahrers unterstützen.

Ergonomie der Deichsel: Die deichselgelenkten Fahrerstand-Geräte sind mit einer kurzen Deichsel ausgerüstet, die zum Nebenhergehen des Fahrzeugs bei Manipulationsbewegungen, wie z.B. Einfahren in die Palette, geeignet ist. Ausschließlich für das Nebenhergehen ist die unten angesetzte Deichsel vorgesehen, da diese länger ist und einen Sicherheitsabstand zwischen Bediener und Gerät herstellt. Die oben angesetzte Deichsel eignet sich für den kurzzeitigen Mitgänger- und den längeren Mitfahrerbetrieb. Der Deichselkopf ist bei beiden Deichselarten die gleiche und hat die gleichen Bedienelemente wie im Mitgängerbetrieb.

Arbeits- bzw. Körperhaltung im sitzenden Mitfahrerbetrieb

Der sitzende Mitfahrerbetrieb kommt hauptsächlich bei den Gegengewichtsstaplern vor. Bei sitzender Betätigung der Lenk- und Bedienelemente ist der Energieverbrauch am geringsten. Der Fahrersitz muss dabei den Bediener bei angespanntem Rumpf und angespannten Beinmuskeln über einen längeren Zeitraum in dieser Arbeitshaltung unterstützen. Die Lenkung wird dabei über einen Lenkknopf am Lenkrad ermöglicht, die mit der linken Hand bedient wird. Die rechte Hand bleibt frei zur Betätigung der Handbedienteile. Über Fußbedienteile wird beschleunigt, gebremst und die Fahrgeschwindigkeit reguliert. Durch die aufzubringenden, verteilten Kräfte, werden unterschiedliche Muskeln beansprucht. Die Gewöhnung an das Fahren eines Pkw muss sich auch im Umgang mit einem Gabelstapler wiederfinden. Deshalb werden Fahr- und Bremspedal mit dem rechten Fuß bedient, während der linke Fuß keine Bedienfunktion besitzt und ausschließlich der Stabilisierung des Körpers dient. Bei der Lenkbarkeit ist es wichtig, dass diese sowohl bei Leer- als auch bei Lastfahrten besonders leichtgängig ist.

Ergonomie des Fahrersitzes: Für Flurförderzeuge gibt es zwei verschiedene Sitzanordnungen, den

  • Frontsitz und
  • Seitsitz.

Beim Frontsitz hat der Fahrer den Blick auf die Gabeln und muss sich mit dem Kopf und Körper beim Rückwärtsfahren drehen. Beim Seitsitz sitzt der Fahrer rechtwinklig zu den Gabeln und um den Fahrerbereich zu übersehen, genügt ein leichtes Drehen des Kopfes. Aus ergonomischer Sicht empfiehlt sich bei vielen Rückwärtsfahrten der Seitsitz. Zusammen mit dem Fahrerraum soll der Fahrersitz ausreichend Freiraum für die Bewegungsabläufe des Bedieners bieten und eine Lageveränderung während des Sitzens zulassen. Außerdem muss der Fahrersitz verstellbar sein, so dass entsprechend der Körpergröße eine aufrechte Körperhaltung erreicht wird. Eine hydraulisch gefederte Sitzfläche und Rückenlehne sind ebenfalls individuell einstellbar und entlasten den Rücken bei Bodenunebenheiten.

Ergonomie der Handbedienteile: Die Handbedienteile, außer dem Lenkrad, sind alle der rechten Hand zugeordnet. Zudem sollten sie im Sichtbereich des Bedieners liegen und ihre Funktionen deutlich zu erkennen sein. Zum Betätigen und Halten der Bedienelemente sollte der Kraftaufwand möglichst gering sein und dabei muss der Kontakt mit der Rückenlehne bestehen bleiben, um die aufrechte Körperhaltung zu bewahren. Zwischen den Handbedienteilen sollte der Abstand groß genug sein, damit diese auch mit Arbeitshandschuhen gefasst werden können.