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Jungheinrich PROFISHOP

Antrieb bei Staplern und Hubwagen

Hubwagen und Stapler können manuell oder elektromotorisch angetrieben werden. Die Art der Antriebsübertragung unterscheidet sich nach der Herkunft der Antriebsenergie.

Unterschiede im Antrieb für Stapler und Hubwagen

Bei den Flurförderzeugen wird nach der Art der Antriebsübertragung auf den Boden unterschieden: Wird das Fahrzeug am gelenkten Rad angetrieben oder erfolgt der Antrieb über die Lasträder? Es wird also nach der Herkunft der Antriebsenergie unterschieden.

Manueller Antrieb bei Handhubwagen und Hydraulik-Staplern

Der manuelle Antrieb wird bei Handhubwagen und Staplern mittels Muskelkraft über die Deichsel, durch Schieben und Ziehen, erzeugt. Diese Art des Antriebs von Flurförderzeugen spielt auch heute noch eine große Rolle. Für viele kleine Unternehmen ist der Handhubwagen der unentbehrliche Helfer für den innerbetrieblichen Warenfluss. Er ist der erste Schritt zum Transportsystem. Der manuelle Antrieb erfolgt dadurch, dass der Handhubwagen von Hand gezogen und gebremst wird. Auch Hydraulik-Stapler werden per Hand über die Deichsel angetrieben und bedient.

Elektromotorischer Antrieb bei Mitgängergeräten

Der überwiegende Teil der Stapler und Hubwagen wird mit Elektroantrieb geliefert. Hier wird elektrische Energie zum Fahren und/oder Anheben der Gabel meist über die mitgeführte Batterie in Bewegungsenergie umgewandelt. Ein Elektromotor ist eine einfach aufgebaute Kraftmaschine, die wenig verschleiß- und reparaturanfällig ist. Als Elektromotor werden normalerweise Gleichstrommotoren verwendet, da die Batterie Gleichstrom liefert. Es werden aber auch immer mehr Drehstrommotoren eingesetzt, da sie höhere Geschwindigkeiten und größere Steigungen schaffen. Durch die integrierte Impulssteuerung wird elektrische Energie in Impulse umgesetzt. Diese Impulsfrequenzen bestimmen die Drehzahl und damit die Fahrgeschwindigkeit. Somit wird auch die Batteriekapazität besser genutzt. Es kann ruckfrei angefahren und beschleunigt werden, was ein millimetergenaues Manövrieren ermöglicht.

Wartungsfreie und innovative Drehstrom-Fahrmotoren mit optimiertem Wirkungsgrad finden hauptsächlich als Fahr- und Hydraulikmotoren in unseren Elektro-Hubwagen Verwendung. Die Drehstrommotoren haben eine starke Beschleunigung und mit ihrer Hilfe kann ein schneller Fahrtrichtungswechsel vorgenommen werden, ohne die sonst übliche „Gedenksekunde“. Durch die generatorische Bremse, wie Sie beispielsweise der Elektro-Hubwagen ERE 120 besitzt, wird bei der Zurücknahme der Fahrgeschwindigkeit Energie zurückgewonnen und in die Batterie zurückgeführt. Daraus ergeben sich längere Einsatzzeiten ohne häufiges Laden der Batterie. Elektromotoren durch 24-Volt-Drehstromtechnik mit optimiertem Wirkungsgrad finden hauptsächlich als Fahr- und Hydraulikmotoren in unseren Elektro-Staplern  und elektromotorischen Gabelstaplern Verwendung. Sie erzeugen eine hohe Geschwindigkeit und hervorragende Beschleunigung in jeder Situation. Damit schaffen unsere Stapler die besten Voraussetzungen für den schnellen und effizienten Warenumschlag.

Die Charakteristik eines Elektromotors wird unter anderem durch die Betriebsart nach VDI-Richtlinie 2198 entsprechend der Einsatzanforderung gekennzeichnet:

Fahrmotor-Leistung: 60 Minuten Kurzbetrieb (KB 60). Der Motor kann seine angegebene kW-Leistung eine volle Stunde abgeben, ohne dass er überhitzt. Die Nennbelastung ist jedoch so gering, dass der thermische Endzustand nicht erreicht wird.

Hubmotor-Leistung: Aussetzbetrieb mit Angabe der Einschaltdauer in % bezogen auf eine Einsatzdauer von 10 Minuten. Die weiteren Leistungsangaben im VDI-Typenblatt beziehen sich entsprechend auf folgende „Einsatzbedingungen“:

• Zugkraft: 60 Minuten Kurzbetrieb (KB 60)
• Max. Zugkraft: 5 Minuten Kurzbetrieb (KB 5)
• Steigfähigkeit: 30 Minuten Kurzbetrieb (KB 30)
• Max. Steigfähigkeit: 5 Minuten Kurzbetrieb (KB 5)

Elektromotoren unterscheiden sich darüber hinaus nach ihren Temperaturklassen. So verwendet Jungheinrich überwiegend Motoren der Isolationsklasse F = 155°C (höchstzulässige Dauertemperatur). Grundsätzlich sind alle Elektromotoren auch als Generator zu verwenden. So kann während des Ausrollens des Elektro-Staplers der Fahrmotor mitdrehen, bei entsprechender Steuerung Strom produzieren und ebenfalls in die Batterie zurückspeisen.

Verbrennungsmotorischer Antrieb bei Gabelstaplern

Viele der Jungheinrich Gabelstapler haben einen verbrennungsmotorischen Antrieb. Bei diesem Antrieb wird mittels Verbrennungsmotor der mitgeführte Energievorrat in Form von flüssigen Kraftstoffen in Bewegungsenergie umgewandelt. Dies sind Kraftmaschinen, die durch Verbrennung in einem Zylinder des Motors die chemische Energie des Brennstoffes in Wärme und mittels Kolben und Kurbeltrieb in mechanische Energie umwandeln. Für das Starten des Motors wird zusätzlich eine Starterbatterie benötigt. Die Starterbatterie ist für den Startvorgang auf die kurzfristige Abgabe einer hohen Strommenge ausgelegt. Für die Verbrennungsmotoren der Gabelstapler werden heute in der Regel Diesel und Treibgas eingesetzt. Diese haben das Benzin weitgehend abgelöst.

Verbrennungsmotoren im Benzinbetrieb

Benzinbetrieb: Der Ottomotor, bekannt aus dem Pkw-Bereich, ist hier der Verbrennungsmotor, der im Viertaktsystem funktioniert. Über einen Anlasser wird der Motor gestartet und über die Fremdzündung eine Zündanlage realisiert. Durch die sehr hohen Schadstoff-Abgase sind Gabelstapler mit einem Benzinmotor für den Inneneinsatz nicht geeignet.

Verbrennungsmotoren im Treibgasbetrieb

Treibgasbetrieb: Der Verbrennungsmotor ist hier ebenfalls ein Ottomotor, der speziell für den Treibgasbetrieb eingerichtet ist. Treibgas als Kraftstoff ist ein Gemisch aus Propan, Butan und anderen niedrigsiedenden Kohlenwasserstoffen. Das Treibgas wird in Stahlflaschen oder in anderen besonderen Behältern auf dem Stapler mitgenommen. Über ein Druckreduzierventil wird das Gas mit Luft zu einem Verbrennungsgemisch aufbereitet und den Zylindern des Motors zugeführt. Gezündet wird über eine Zündanlage. Verboten ist der Treibgasbetrieb in Kellern oder geschlossenen Räumen, auch wenn ein niedriger Kohlenmonoxidgehalt der Arbeitsumgebung erreicht werden kann.

Verbrennungsmotoren im Dieselbetrieb

Dieselbetrieb: Der Dieselmotor gleicht mit seinen Funktionen im Wesentlichen dem Ottomotor. Durch die Selbstzündung wird im Motor ein hoher Druck benötigt, der die robuste Bauweise des Dieselmotors ausmacht. Mit Hilfe der Direkteinspritzung wird unter hohem Druck der Kraftstoff unmittelbar in den Verbrennungsraum zwischen Kolben und Zylinderkopf eingebracht. Der Dieselkraftstoff wird mittels Förderpumpen zur Einspritzpumpe befördert. Das geschieht unter geringer Geräuschentwicklung. Dieselbetriebene Fahrzeuge eignen sich besonders für den Außeneinsatz und nur für einen kurzzeitigen Einsatz in gut durchlüfteten Hallen.